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Donnerhall auf dem Cloud-Markt: Google und Salesforce kooperieren strategisch.

     
     

Die neue strategische Kooperation geschieht mit einem kleinen Donnerhall: Google ist zukünftig bevorzugter Public-Cloud-Provider. Im immer härter umkämpften Cloud-Business gewissermaßen ein Wachstums- und Umsatzversprechen an Google. Im Zuge dieser Kooperation öffnen sich beide Unternehmen für Software-Integrationen ihrer populären Produkte. Die Google-Office-Suite G Suite bekommt Salesforce-Integrationen und im Gegenzug lässt Google Salesforce seine Analyse-Suite Analytics 360 integrieren.

Google ist zukünftig Salesforce #1 Public-Cloud-Provider

Aktuell nutzt Salesforce Amazon-Web-Services für viele internationale Cloud-Zonen, was sich laut des  zuständigen Salesforce-Managers Ryan Aytay für die Zukunft anscheinend auch nicht verändern soll. Auch für Deutschland ändert sich nichts: Die deutsche Kundschaft bekommt weiterhin exklusiv Cloud-Infrastruktur aus den Händen von T-Systems, einer  Deutsche-Telekom-Tochter. So will Salesforce den europäischen Datenschutzanforderungen und den traditionell massiven Bedenken der deutschen Kunden gegenüber dem Cloud-Business entgegentreten.

Zukünftige internationale Expansionspläne werden aber auf den Infrastrukturen von Google erfolgen. Wie Google im Detail in das Gesamtgefüge der Salesforce-Cloud-Infrastruktur eingefügt wird ist noch unklar. Salesforce will auch weiterhin in eigene Data-Center investieren.

Googles Analytics- und Office-Software werden mit Salesforce-Clouds verbunden

Salesforce-Kunden werden zukünftig innerhalb ihrer gewohnten Salesforce-Arbeitsumgebung mit Google-Produkten arbeiten und Daten nahtlos zwischen den Systemen Hin und Her bewegen können, wie Salesforce in San Francisco verkündet hat.

Die Salesforce-Plattform Lightning und die Salesforce-Kollaborationssuite Quip werden mit Gmail, Hangouts Meet, Google Calendar, Drive, Docs und Sheets verbunden.

Google Analytics360 wird im Gegenzug tief in die Sales- und Marketing-Cloud von Salesforce integriert und gemeinsame Daten werden sowohl in Analytics als auch in den Salesforce-Produkten verfügbar sein. So können Custom-Audiences direkt aus Analytics360 zur Salesforce-Marketing-Cloud gepusht werden – umgekehrt aber auch Anzeigendaten bei Google mit Informationen aus der Sales-Cloud verbessert werden.

An den Funktionen wird zur Zeit noch gearbeitet, es wird dauern bis Endkunden erste Effekte der Neuerungen bei Google oder Salesforce feststellen können. Erfahrungsgemäß dauert es sechs bis zwölf Monate bis nach einer Ankündigung alle Umsetzungen erfolgt sind.

Salesforce-Kunden bekommen bis zu 12-monatige Office-Lizenz für G Suite

Im Zuge der Kooperation erhalten Salesforce-Kunden, die noch keine Google-Office-Nutzer sind, auf Wunsch eine mehrmonatige, kostenfreie Lizenz für die Corporate-Office-Lösung von Google. Unternehmen mit mehr als 350 Mitarbeitern erhalten die Lösung für zwölf Monate kostenfrei, Unternehmen mit weniger als 350 Mitarbeitern nur für drei Monate.

Quelle:http://t3n.de/news