Zum Menü.

SAP Rollout in China

Intercompany-Prozesse laufen nun automatisiert, schneller und effizientergeringere Prozesskosten innerhalb der Wertschöpfungskette, mehr Wirtschaftlichkeit im Lager, einfachere und schnellere Konsolidierung von Finanz- und Kennzahlen

Durch die Implementierung von SAP ERP in der chinesischen Produktions- und Vertriebstochter kann SUSPA mit dieser Geschäftsdaten durchgängig IT-gestützt austauschen. Die Intercompany-Abwicklung läuft jetzt schneller und sicherer. Die Tochtergesellschaft in China profitiert von transparenten und nachvollziehbaren Betriebsabläufen. Das erhöht die Auskunftsfähigkeit gegenüber Kunden und das Wachstum lässt sich effizienter steuern.

Wenn es um das gedämpfte Öffnen, Schließen oder Verstellen geht, verrichten in vielen Fällen Gasfedern, Dämpfer und Verstellsysteme der SUSPA GmbH im Hintergrund „geräuschlos" ihre Dienste.

70 Millionen Teile pro Jahr

Das international tätige, innovationsstarke mittelständische Unternehmen entwickelt und fertigt darüber hinaus Crash-Management- und Sicherheitssysteme und technisch komplexe Antriebe. Pro Jahr stellt SUSPA als Systempartner der Automobilbranche, des Maschinenbau und der Möbel-, Medizintechnik- und Elektrogeräteindustrie rund 70 Millionen Teile für 50 Produkte in 1.500 Varianten her.

Die Firma produziert in Deutschland am Hauptsitz in Altdorf bei Nürnberg und im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg sowie international an Produktionsstandorten in Tschechien, den USA, Indien und China. Ein weltweites Vertriebsnetz sichert die nötige Nähe zu den Kunden in allen wichtigen Märkten und exzellente Serviceleistungen.

Alle Töchter auf einer IT-Plattform vereinen

„Aufgrund der globalen Präsenz unseres Unternehmens werden durchgängige Abläufe auf der Grundlage moderner Informationstechnologie immer mehr zu einem wettbewerbsrelevanten Faktor", weiß Jürgen Nothof, Leiter Global IT bei der SUSPA GmbH. Teil der IT-Strategie ist daher auch, die IT-Landschaft unternehmensweit zu konsolidieren und Geschäftsabläufe vom Vertrieb über den Einkauf, die Produktion und die Lagerhaltung bis hin zum Berichtswesen zu standardisieren und zu harmonisieren.

Dazu will der Gasfedern- und Dämpferhersteller sukzessive weltweit alle Werke applikationstechnisch in Altdorf zusammenführen und die in der Zentrale definierten SAP-Prozesse in den Töchtern als Standard etablieren – soweit rechtlich möglich. Die hierzu notwendigen Grundlagen sind bereits gelegt. Seit Jahren vertraut das Unternehmen bei der Abbildung von Betriebsabläufen auf die bewährten Funktionen von SAP ERP. Unter dem Dach der ERP-Lösung sind bereits die Werke in Sulzbach-Rosenberg und im tschechischen Bor integriert. Die Zollabwicklung und der Außenhandel wiederum werden nachprüfbar und Compliance-konform mit der Anwendung SAP Business Objects Global Trade Services (GTS) durchgeführt.

SAP statt Excel in China

Als erste außereuropäische Gesellschaft arbeitet inzwischen auch die chinesische Tochter in Nanjing mit dem SAP-System. „Der SAP Rollout in China war zwingend erforderlich gewesen. Die bisher dort eingesetzte Excel-Lösung konnte das kontinuierliche wirtschaftliche Wachstum der Gesellschaft und die damit gestiegenen Prozessanforderungen nicht mehr bewältigen", erklärt Jürgen Nothof. Die 2001 gegründete SUSPA (Nanjing) Co., Ltd. hat in China bei Waschmaschinendämpfern einen Marktanteil von 80 Prozent und ist außerdem Marktführer bei der Bereitstellung von Gasfedern für die lokale Automotive- und Möbelbranche. Aktuell beschäftigt die Tochterfirma 300 Mitarbeiter.

SAP Rollout in nur sechs Monaten

Installiert sind in Nanjing die SAP-Funktionen für die Materialwirtschaft, die Produktion, den Vertrieb und Versand sowie für die Finanzbuchhaltung und das Controlling. Bei der Einführung verließ sich SUSPA auf die ORBIS Consulting Shanghai, eine Niederlassung des international tätigen Business-Consulting-Unternehmens ORBIS AG aus Saarbrücken.

Für die Implementierung inklusive der Prozessanpassungen und den Aufbau der Stammdaten benötigten die Projektpartner nur rund sechs Monate. Wesentlich dazu beigetragen hat die Kombination aus deutschsprachigem Projektleiter und den chinesisch-sprachigen Beratern von ORBIS, die mit den regionalen Besonderheiten bei einer SAP-Einführung vertraut sind.

Intercompany-Abwicklung automatisiert

Schon kurz nach dem Echtstart machten sich die positiven Effekte der integrierten Geschäftsabläufe bemerkbar. Insbesondere die bisher manuellen und papiergebundenen Intercompany-Prozesse laufen nun automatisiert und dadurch spürbar schneller und effizienter, was zu geringeren Prozesskosten innerhalb der Wertschöpfungskette führt.

Um eine reibungslose Kommunikation zwischen Chinesisch und den anderen im System hinterlegten Sprachen zu gewährleisten, hatte man SAP ERP vor dem Rollout-Projekt auf den universellen Unicode-Zeichensatz umgestellt.

Mehr Wirtschaftlichkeit im Lager

Die Endanwender in China haben nun eine klare Sicht auf die Bestände und Bedarfe im Lager und können benötigtes Material bedarfsgerecht ordern – was für mehr Wirtschaftlichkeit im Lager sorgt. Dabei ist die Bestandsführung nun jederzeit exakt nachvollziehbar, denn SAP dokumentiert lückenlos alle Lagerbewegungen.

Auch die Auskunftsfähigkeit gegenüber den lokalen Kunden hat sich spürbar verbessert. Durch einen Blick in die ERP-Anwendung können die Vertriebsmitarbeiter in Nanjing diesen heute umgehend und zuverlässig sagen, ob ihre Bestellung in der Produktion, im Auslieferungslager oder schon unterwegs ist.

Golden-Tax-konforme Buchhaltung

Und nicht zuletzt ist durch die Einbindung des Golden-Tax-Systems in die SAP-Software die Rechnungsstellung jederzeit rechtskonform. Der Einsatz der staatlichen Fiskalsoftware ist in China obligatorisch, um an chinesische Geschäftspartner Waren verkaufen zu dürfen und gezahlte Umsatzsteuern zurückerstattet zu bekommen. Die chinesischen Steuerbehörden verlangen außerdem normierte Berichte zu Buchungs- und Zahlungsvorgängen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bilanzen.

Mit wenigen Mausklicks lassen sich heute die benötigten Finanz- und Rechnungsdaten aus SAP ERP extrahieren, die formatierten Berichte erstellen und über eine bidirektionale Schnittstelle, das ORBIS Golden Tax Interface (GTI), per Dateiübergabe im Text- oder Excel-Format in das Steuersystem einspielen. Umgekehrt werden vom GTI die im Golden-Tax-System erzeugten Dateien in das für SAP lesefähige Excel- oder Textformat konvertiert und in die ERP-Lösung übertragen. Da auch die chinesische Tochter Finanz- und Kennzahlen nun ausschließlich in SAP ERP führt, kann das Controlling in der Zentrale diese für Finanzabschlüsse der SUSPA-Gruppe einfacher und schneller konsolidieren.

IT-Landschaft weiter ausbauen

Und es geht weiter: Derzeit werden zusammen mit ORBIS die SAP-Funktionalitäten in China durch die Implementierung der Chargenführung und des Warehouse Management (WM) weiter ausgebaut.

„Mit der SAP-Einführung in China haben wir einen weiteren Schritt gemacht, um unsere IT-Landschaft zu konsolidieren und werks-übergreifend Geschäftsprozesse zu vereinheitlichen."

Web: www.suspa.com / www.orbis.de